Großflächige Agrarinvestitionen und das Recht auf Nahrung in Tansania

### Wichtige Information: Die Veranstaltung muss leider kurzfristig vom 12.4. auf den 10.5. verschoben werden. ###

Vortrag
Zeit: Mittwoch, 10. Mai 2017, um 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referentin: Kerstin Lanje, MISEREOR
Eintritt frei


Zunehmend berichten Kleinbauern aus Tansania von Landkonflikten und Landraub durch landwirtschaftliche Großinvestitionen.
Foto: Maurice Ressel/MISEREOR

Wir trinken Kaffee aus Tansania – aber was bedeuten Plantagen für die Menschen dort?

Auf dem Welternährungsgipfel 1996 setzte sich die Staatengemeinschaft UN das Ziel, bis 2015 die Zahl der Hungernden zu halbieren. Unbestritten wurden in den letzten 20 Jahren Fortschritte in der Bekämpfung des Hungers erzielt. Eine industrielle Landwirtschaft wird in vielen Ländern als eine erfolgversprechende Strategie gesehen, um den Hunger und die Armut zu beenden.

Die Situation in Tansania ist beispielhaft für viele Länder in Subsahara-Afrika.

Das Land ist ein Schwerpunktland deutscher Entwicklungszusammenarbeit. Ausländische und nationale Investoren sind eingeladen, in die landwirtschaftliche Produktion zu investieren. Dazu werden große Flächen angeboten, die gut an Transportwege angebunden sind und über ausreichend Wasser verfügen. Diese Strategie ist umstritten, denn völlig ungenutztes Land gibt es praktisch nicht mehr. Die örtliche Bevölkerung verliert dabei oft die wichtige Ressource Land zur eigenen Versorgung und wird zu abhängigen Arbeitskräften in Großbetrieben.

Wie hat sich die Situation der örtlichen Bevölkerung durch diese Entwicklung in Bezug auf das Recht auf Nahrung verändert? Sind die Menschen als in eine Wertschöpfungskette integrierte Arbeitskräfte besser oder schlechter dran als vorher? Welche Handlungsfelder gibt es?

Mehr Infos unter: https://blog.misereor.de/tag/tansania/

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