Unsere Veranstaltungen

Zeit: Montag, 27. Januar 2020 um 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36
Referentin: Ann-Kathrin Voge (Weltladen Bonn)
Eintritt frei - Spenden willkommen

In Deutschland gibt Jede und Jeder durchschnittlich 16 Euro pro    Jahr für faire Produkte aus. Das ist deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren, aber da geht doch sicher noch mehr! Denn viele Studien und Vergleiche zeigen, dass Fairer Handel deutliche Verbesserungen für die ProduzentInnen und Kleinbauernorganisationen bringt und sie so selbstbestimmte Entwicklungsmaßnahmen vor Ort umsetzen sowie besser auf Auswirkungen des Klimawandels reagieren können. Es gibt in Umfragen eine hohe Zustimmung zu den Zielen des Fairen Handels, doch weshalb setzen wir unsere guten Vorsätze nur in so geringem Umfang in Taten um?

Der Vortrag zeigt Ihnen das Handwerkszeug, mit dem Sie faire und nachhaltig produzierte Produkte von Greenwashing unterscheiden und wo Sie konsequent faire Produkte finden können. Sie werden sehen: es ist gar nicht so kompliziert.

Starten Sie doch fair ins neue Jahr ganz nach dem berühmten Satz von Dom Hélder Câmara (brasilianischer Bischof): „Wenn ihr uns gerechte Preise zahlt, könnt ihr eure Almosen behalten!“

 

 

Glimmerminen in Ostindien

Vortrag
Zeit:
 Dienstag, 29.  Oktober 2019, 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referentin: Elvira Greiner (ANDHERI HILFE e.V.)               
Eintritt frei – Spenden willkommen


In den Glimmerminen arbeiten Männer, Frauen und Kinder unter lebensgefährlichen Bedingungen
Foto: © ANDHERI HILFE e.V.

Was haben Lidschatten und schimmernder Autolack gemeinsam? In beiden Produkten ist Mica – sogenannter Glimmer – enthalten. Ein Mineral, das Menschen im ostindischen Bundesstaat Jharkhand Einkommen garantiert – und sie zugleich umbringt. Die großen, lukrativen Mineraladern werden hier seit Jahrzehnten mit schweren Maschinen abgebaut. Sind die Adern verschwunden, kommen die Dorfbewohner mit Hammer und Meißel und schlagen mühsam die Reste aus den Felsen.

 

Männer, Frauen und sogar Kinder schuften tagtäglich in diesen gefährlichen Minen. Sie atmen dabei permanent den Staub ein, der schwere Lungenkrankheiten verursacht. Oft stürzen die völlig ungesicherten Minen ein und begraben Menschen unter sich. Der Regierung von Jharkhand ist die Problematik bekannt. Sie hat deshalb schon vor Jahren rund 90 % aller Glimmerminen offiziell geschlossen. Und doch arbeiten die Menschen weiter hier – jetzt illegal –, weil sie keinerlei Alternative haben. Die Trinkwasserversorgung ist in diesen Dörfern nicht gesichert, die Ernährung ist mehr als unzureichend. Kaum jemand hier wird älter als 40 Jahre.

Elvira Greiner, Erste Vorsitzende der Organisation ANDHERI HILFE e.V., berichtet über das tragische Leben der Menschen und zugleich vom Engagement der Hilfsorganisation, den Menschen im Glimmerminengebiet des Koderma-Distrikts eine Chance für ein Leben in Würde zu geben. Im ersten Schritt konnte die ANDHERI HILFE mit engagierten Partner*innen vor Ort in fünf Dörfern einfache Vorschulen errichten. Erstmals können 200 Kinder im Alter von 3 bis 13 Jahren die Schule besuchen, statt in den Minen zu arbeiten.

 

 

 

Zeit: Montag, 16.  September 2019, 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referentin: Gertrud Falk (FIAN e.V.)
Eintritt frei – Spenden willkommen

Der Klimawandel bedroht vor allem die Menschenrechte von Frauen in ländlichen Regionen, denn er verstärkt ungleiche Machtverhältnisse zu ihren Lasten. Gleichzeitig machen Agrarkonzerne ihnen den Zugang zu den Grundlagen ihrer Ernährung streitig – durch kommerzielle Strategien, die die Landwirtschaft an die Erderhitzung anpassen sollen.

Insbesondere in Ländern um den Äquator führt die Erderhitzung bereits jetzt dazu, dass Trocken- und Regenzeiten sich nicht mehr verlässlich abwechseln. Die Folge: Ernteverluste und mangelnder Zugang zu Trink- und Nutzwasser. Frauen auf dem Land sind dabei überdurchschnittlich von Hunger betroffen, gleichzeitig sind sie in der Regel zuständig für die Ernährung der Familien.

 Die Agrarindustrie nutzt Klimawandel und Klimapolitik, um sich immer mehr Rechte an natürlichen Ressourcen anzueignen, gerade auch über das Saatgut. Indem Saatgutkonzerne einerseits angepasste Sorten entwickeln und sich andererseits über Abkommen zum Sorten- und Patentschutz die Rechte daran einseitig sichern, verlieren vor allem Kleinbäuerinnen ihre Unabhängigkeit. Mit dem Verlust des Zugangs zu Saatgut ist ihr Recht auf Nahrung bedroht.

Über dieses Zusammenspiel von Klima- und Saatgutpolitik und die negativen Folgen für die Kleinbäuerinnen berichtet Gertrud Falk von der Menschenrechtsorganisation FIAN.

 

Zeit: Dienstag, 12.  November 2019, 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referentinnen: Dorle Gothe (Regionalwert AG Rheinland) und Monika Rönn (Obsthof Rönn)
Eintritt frei – Spenden willkommen

Unsere Agrarpolitik fördert schädliche, agrarindustrielle Systeme anstatt nachhaltig regionale Strukturen zu erhalten und auszubauen. Ökologische Landwirtschaft, regionale Verarbeitung und Vermarktung tragen aber entscheidend zu nachhaltiger Entwicklung und zum Klimaschutz bei. Eine Agrarwende ist dringend erforderlich. Die müssen Bürger*innen aber selbst in die Hand nehmen und dafür auch finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Denn eine Umstrukturierung der Landwirtschaft ist kostenintensiv und kann nicht Landwirt*innen allein zugemutet werden.

Die Regionalwert AG Rheinland ist eine Bürgeraktiengesellschaft, die durch finanzielle Beteiligungen und ein regionales Netzwerk von Biobetrieben eine nachhaltige Landwirtschaft und regionales Ernährungshandwerk fördert.

Einer der Partnerbetriebe ist der Obsthof Rönn aus Meckenheim, der ein besonderes sozial-ökologisches und regional-ökonomisches Engagement zeigt: auf Bioland umgestellt, auf 25 % der Fläche Artenschutzmaßnahmen, die Mitarbeiter sozialversichert und die erste Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) für Obst. Eine Beteiligung der Regionalwert AG Rheinland an diesem Betrieb ermöglicht nach drei extremen Jahren mit Frost, Dürre und Hagel die Investition in Schutzmaßnahmen, die andernfalls nicht zu leisten wäre.

Dorle Gothe, Vorstand der Regionalwert AG Rheinland, stellt die Organisation und die Beteiligungsmöglichkeiten vor. Monika Rönn schildert anschließend die Vorteile als Partnerbetrieb.

Ausführliche Informationen unter www.regionalwert-rheinland.de.

 

Zeit: Sonntag, 26. Mai 2018, 10 bis 18 Uhr
Ort: Botanische Gärten Bonn, am Poppelsdorfer Schloss, Meckenheimer Allee 171
Eintritt: 3 €, ermäßigt 1 €

Am 22. Mai 1992 wurde in Nairobi Einigkeit über den Text der UN-Konvention über Biodiversität erzielt. Zur Erinnerung an diesen Meilenstein in der Erhaltung der biologischen Vielfalt hat die UN diesen Tag zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt erklärt. Er hat jedes Jahr ein anderes Schwerpunktthema, 2019 lautet es "Biodiversität, Nahrung, Gesundheit" und macht damit auf die Bedeutung der Biodiversität für unsere Lebensgrundlagen aufmerksam.

Die Botanischen Gärten der Universität Bonn feiern die Artenvielfalt am Sonntag, den 26. Mai 2019, unter dem Motto "Schatzkammer Botanische Gärten Bonn".

Zeit: Donnerstag 4. Juli 2019, 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referentin: Antje Schneeweiß (SÜDWIND e.V.)
Eintritt frei – Spenden willkommen

Arbeitslosigkeit, schlechtere Arbeitsbedingungen, kurzfristige Arbeitsverträge und schlechte Finanzierungsmöglichkeiten für kleine Unternehmen sind nur einige der Folgen der schweren Finanzkrise von 2008, die sich im September 2018 zum zehnten Mal jährte. Gesprochen wird dabei zumeist nur über Europa und Nordamerika, doch wie steht es um den Rest der Welt? Wie haben die Länder des Globalen Südens die Auswirkungen der Finanzkrise verkraftet? Und sind die sowieso schon armen Bevölkerungsteile vergessene Leidtragende?

Antje Schneeweiß von SÜDWIND e.V. berichtet, wie sich ihre Organisation beispielhaft mit der gesellschaftlichen und politischen Situation einiger Länder im Globalen Süden auseinandergesetzt hat, um Antworten auf diese Fragen zu finden und um zu zeigen, dass eine unbedachte Deregulierung der Finanzmärkte im Norden die Armut der Menschen im Süden erheblich verschärft.

 

Wie wir Klimakillern und Rüstungsriesen den Geldhahn zudrehen können

Vortrag
Zeit:
Montag, 6. Mai 2019, 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referent: Moritz Schröder-Therre (Pressesprecher urgewald e.V.)
Eintritt frei – Spenden willkommen

Mit der Wahl der Bank entscheiden wir, was mit unserem Geld passiert: vergibt das Geldinstitut damit Kohle-Kredite, finanziert es Rüstungs-Deals oder investiert es in Erneuerbare Energien, nachhaltige Landwirtschaft und innovative Projekte?

In diesem Vortrag erfahren Sie, wer die großen Geldgeber von Kohle und Rüstungsfirmen sind. Sie erhalten Tipps, wie wir als Verbraucher*innen solche Geschäfte meiden können und worauf wir achten sollen, wenn wir bei unseren Geldgeschäften Wert auf Menschlichkeit, Ökologie und Zukunftsfähigkeit legen.

 

 

Wie wir die Lücke zwischen Wissen und Handeln überwinden

Vortrag
Zeit:
 Dienstag, 26. März 2019, 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referentin: Marie Heitfeld (Wandelwerk Umweltpsychologie)
Eintritt frei – Spenden willkommen

Menschen, die sich mit dem Klimawandel, mit globaler Verantwortung und nachhaltiger Entwicklung beschäftigen, fragen sich oft, warum nachhaltiges Handeln häufig so schwerfällt. Wir wissen, dass für den Klimaschutz Verhaltensänderungen notwendig sind – und trotzdem schaffen es viele von uns nicht, auf einen Urlaubsflug zu verzichten oder die Einkaufsgewohnheiten zu verändern.

Welche Faktoren beeinflussen unser (Umwelt-)Verhalten? Und was hindert uns eigentlich daran, nachhaltig zu handeln? Marie Heitfeld von der Initiative „Wandelwerk Umweltpsychologie“ gibt einen Einblick in das noch recht unbekannte Feld der Umweltpsychologie und zeigt anhand praktischer Beispiele, wie wir psychologisches Wissen nutzen können – für mehr Nachhaltigkeit in unserem Alltag.

 

SoLaWi Stopperich

Informations-Vortrag für Neugierige, Engagierte und Genießer*innen
Zeit:
 Donnerstag, 21.  Februar 2019, 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referenten: Jutta und Jürgen Kroll (Naturhof Stopperich)
Eintritt frei – Spenden willkommen

Die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) Stopperich bei Hausen/Wied ist ein Verein, in dem sich Landwirte und Verbraucher zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen haben. Die Mitglieder tragen die Kosten über einen monatlichen Beitrag und erhalten im Gegenzug einen wöchentlichen Anteil der Ernte. So bekommt man einmal in der Woche saisonales und regionales Gemüse – ökologisch, nachhaltig, fair und ohne Verpackungsmüll. Auch in Bonn sind Abstellpunkte/Abholstellen dafür.

Aktuell versorgt die SoLaWi Stopperich etwa 90 Haushalte mit einer wöchentlichen Erntekiste. Im März beginnt das neue Gartenjahr, in dem zu den bisherigen 120 Gemüseanteilen zusätzlich weitere 30 Anteile vergeben werden sollen.

Der Vortrag führt in das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft ein. Neben des SoLaWi Stopperich gibt es in Deutschland viele weitere SoLaWis, unter anderem die von "Bonn im Wandel" initiierte SoLaWi Bonn, die aktuell auch das neue Gartenjahr plant, so dass es jetzt noch die Möglichkeit gibt, einzusteigen.

 

Information

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Bio Bonbons - GEPA

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Di, 12.11., 19:15 Uhr

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