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Wie die UN-Leitprinzipien in der Praxis den gesamten Handel fairer machen könnten

Vortrag
Zeit: Donnerstag, 31. März 2016, 19 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36
Referentin: Theresa Lankes
Eintritt: frei

Das UN-Forum zu Wirtschaft und Menschenrechten in Genf vom 16.-18. November 2015 © Danielle Kirby / OHCHR

Die UN-Leitprinzipien zu Wirtschaft und Menschenrechten (United Nations Guiding Principles on Business and Human Rights) bestehen aus drei Säulen: der Pflicht des Staates, vor Menschenrechtsverletzungen zu schützen, der Verantwortung von Unternehmen, die Menschenrechte zu respektieren, sowie des Zugangs zu Abhilfemechanismen im Falle von Menschenrechtsverletzungen (z.B. gerichtlich, außergerichtlich und über Beschwerden). Am 16. Juni 2011 hat der UN-Menschenrechtsrat diese Richtlinien einstimmig verabschiedet.

Durch die UN-Leitprinzipien angeregt, hat die EU-Kommission die Bundesregierung aufgefordert, 2016 einen nationalen Aktionsplan (NAP) für Wirtschaft und Menschenrechte vorzustellen. Der Weltladen-Dachverband und das Forum Fairer Handel sind zwei von einigen zivilgesellschaftlichen Akteuren, die einen starken NAP für Wirtschaft und Menschenrechte fordern. Idealerweise soll er die Basis für ein Gesetz bilden, das von allen Unternehmen verlangt, die Menschenrechte und die Umwelt entlang der gesamten Lieferkette zu respektieren. Mit einem solchen Gesetz wäre der faktische Wettbewerbsnachteil, den Fair-Handels-Produzenten und Importorganisationen aktuell erleben, aufgehoben. Könnte der Welthandel dadurch wirklich fairer werden?

Theresa Lankes stellt in diesem Vortrag die Entwicklungen bezüglich der Umsetzung der UN-Leitprinzipien vor - aus der Perspektive der großen Industrieverbände, der sechs zuständigen Ministerien und der beteiligten Nicht-Regierungs-Organisationen. Als konkretes Beispiel stellt sie die Kampagne "Mensch.Macht.Handel.Fair" vom Weltladen Dachverband und dem Forum Fairer Handel vor. Zur Vorbereitung für die Diskussion endet der Vortrag mit einem Zoom in das Bild der größeren Zusammenhänge: was bedeutet es, wenn Deutschland einerseits einen NAP erarbeitet, zeitgleich aber am Freihandelsabkommen TTIP mitwirkt, das Fairen Handel erschweren wird? Wo stecken Handlungsmöglichkeiten für den Normalbürger_in?

Mehr zur Kampagne „Mensch. Macht. Handel. Fair.“ des Forums Fairer Handel.

Aktionen und Kampagnen