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Kokoblock: die umweltfreundliche Blumenerde

GEPA Kokoblock

Jetzt, wo das viele frische Grün um uns herum unübersehbar mitteilt, dass der Winter - so mild er diesmal auch war - wahrscheinlich endgültig vorbei ist, bekommt man so richtig Lust darauf, sein eigenes Fleckchen Grün auf die warme Zeit des Jahres vorzubereiten. Egal, ob es sich dabei um einen Garten, einen Balkon oder vielleicht nur einen Blumentopf am Fenster handelt: für alle ist jetzt die Zeit für das Säen und Pflanzen. Also schnell einen Sack Blumenerde im Bau- oder Supermarkt geholt, um gleich damit loszulegen - aber was ist das eigentlich, diese Blumenerde, woher kommt sie und welche Auswirkungen hat sie?

Handelsübliche Blumenerde enthält fast immer Torf, der der "Erde" ihre satte dunkle Farbe gibt. Torf wird in Tofmooren abgebaut und besteht aus halbverotteten Pflanzenteilen, die sich im Laufe einer sehr langen Zeit im Moor angesammelt haben. Um den Torf abzubauen, werden die Moore trockengelegt und die zum Teil einige Meter dicken Torfschichten ausgebaggert. Dabei werden diese wertvollen und vielfältigen Biotope und ihre einzigartige Pflanzen- und Tierwelt in der Regel unwiederbringlich zerstört - für in Deutschland erhältliche Torferden meist im Baltikum und weiteren Gebieten Osteuropas. Ein Moor wächst nur sehr langsam: im Laufe eines Jahres wächst der Torf um ca. einen Millimeter in die Höhe. Was für unsere Beete, Kästen und Töpfe in kurzer Zeit abgebaut wird, hat Jahrtausende für seine Entstehung benötigt.

Kokosfasern eignen sich perfekt als Blumenerde

Hinzu kommt die verheerende Klimabilanz: Moore speichern große Mengen an CO2, die beim Torfabbau wieder freigesetzt werden. Obwohl Moore weltweit nur circa 3 % der Landfläche ausmachen, speichern sie mit etwa 550 Milliarden Tonnen genauso viel CO2 wie die gesamte Vegetation der Erde, da bis zu 50 % des Gewichtes von Torf konservierter Kohlenstoff ist. Verantwortungsbewusste GärtnerInnen sollten daher ganz auf torfhaltige Erden verzichten.

Wie kommt man aber um Torf herum? Es gibt in manchen Bau- und Gartenmärkten speziell als "torffrei" gekennzeichnete Blumenerden, die oft von ökologischen Anbietern stammen. Leider sind diese Produkte immer noch die absolute Ausnahme, und man kann sich sicher sein, dass in Blumenerden, die nicht explizit als torffrei gekennzeichnet sind, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Torf enthalten ist - Torf wird dabei oft nur im Kleingedruckten am Packungsrand erwähnt. Eine weitere Alternative zu solchen torffreien Blumenerden ist der Kokoblock der GEPA.

Angerührte Kokoblock-Erde

Die backsteingroßen Blöcke bestehen aus getrockneten und gepressten feinen Kokosfasern, die als Reste bei der Produktion von Kokosfasermatten, Seilen und ähnlichem anfallen. Gibt man einen 800g schweren Block in ein Gefäß mit 6-7 Litern Wasser, quillt die Masse innerhalb ca. 20 Minuten auf das Vielfache ihres Volumens auf und ergibt etwa 9 Liter gebrauchsfertige, lockere Blumenerde. Sie kann ganz normal für Zimmerpflanzen, Balkonkästen, zur Auflockerung von schwerer Gartenerde oder zur Mischung mit Kompost verwendet werden. Die Fasern können viel Feuchtigkeit aufnehmen und wirken daher wie kleine Schwämme. Andererseits klumpen sie nicht zusammen und halten das Pflanzsubstrat locker und durchlässig. Die Kokosfasern eignen sich auch sehr gut, um Neupflanzen und Setzlinge ziehen. Kokoblock enthält keinen zugesetzten Dünger, die Pflanzen werden einfach wie gewohnt regelmäßig je nach Bedarf gedüngt. Kokoblock gibt es einzeln für 2,75 € und besonders günstig im 6er-Pack für 11,95 € (1,99 € pro Block).

Der Rohstoff für den Kokoblock wird in Sri Lanka in einem Fair-Handels-Projekt vorbereitet und in die kompakte Form gebracht, in der er im Weltladen erhältlich ist. Die Rohstoffe stammen von Kokosbauern und kleinen verarbeitenden Betrieben, bei denen die Fasern als Reste anfallen. Das Projekt Ceylon Garden Coir bei Negombo an der Westküste der Insel fördert die Ausbildung von Jugendlichen und bietet sichere und fair bezahlte Arbeitsplätze. Zusätzlich werden 15 % Aufschlag für ein Dorfentwicklungsprojekt gezahlt.

Kokoblock als Alternative zu Torferde bietet also viele Vorteile:

  • ökologisch sinnvoll: Resteverwertung von nachwachsenden Rohstoffen, ohne in unberührte Naturflächen einzugreifen und ohne den Ausstoß riesiger Mengen CO2 durch die Vernichtung der Moore
  • sozial sinnvoll: Kokoblock bietet sri-lankischen ProduzentInnen einen Absatzmarkt für anfallende Reststoffe und damit ein Extraeinkommen
  • praktische Handhabung: Der Transport von Kokoblöcken ist viel einfacher als der von gleichen Mengen Torferde, da das Material viel kompakter und leichter ist. Mal schnell mit dem Fahrrad neue Blumenerde besorgen ist also kein Problem - und mit dem 6er-Pack kann man zu Hause sehr platzsparend einen Vorrat lagern. Kokoblöcke können im trockenen Zustand auch über längere Zeit problemlos aufbewahrt werden.

Kokoblock ist also rundum sinnvoll! Wer sich das fertig gemischte Material ansehen möchte, kann gerne im Weltladen vorbeischauen, wo wir den ganzen März über ein Gefäß mit Kokosfasern"erde" bereitstellen. Außerdem liegen Informationsflyer zum Material und dem Projekt in Sri Lanka aus. So kann der Frühling kommen!

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